Ksar Ghilane Sloughis und Windspiele

     


Ksar Ghilane Sloughis Ksar Ghilane Windspiele  
A

 

Unvergessen

 

Baskaran Ksar Ghilane

"Die Ästhetik ist das größte irdische Mysterium."
(Dali)

In Schönheit gelebt und in Schönheit gestorben!

Für immer unvergessen!

Anamur Ksar Ghilane

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)

Anamur, ein Sloughi, der unsere Liebe zum Windhundsport endgültig weckte und unser Leben um ein Vielfaches bereicherte!

Chazzan Ksar Ghilane

Eine Zeile aus dem Lied, welches Uwe damals für unser Chäzzchen schrieb, lautet:

"Chazzan, Chazzan, wenig Streifen, große Klappe..."

Immer noch muss ich darüber lachen, wenn ich daran denke!

Es gibt keine Worte, die unsere Liebe zu Chazzan ausdrücken könnten. Er war so ein wunderschöner und tapferer Kerl. Unser Herz hat er im Sturm erobert und wird es niemals verlassen.

Er fehlt so sehr...

Ellen & Uwe

En Noqra Schuru-esch-Schams

Wenn wir es nicht besser wüssten, könnte dieses Gedicht für Noqra geschrieben worden sein.

Ein einsamer Keks
liegt da und lacht mich an.
Ein einsamer Keks,
doch er gehört nicht mir!

Ein einsamer Keks
er weiß, dass ich nicht kann.
Ein einsamer Keks,
das steigert meine Gier!

Ein einsamer Keks,
warum komm ich nicht ran?
Ein einsamer Keks,
warum liegt er nur hier?

Ein einsamer Keks,
oh mannomannomann!
Ein einsamer Keks,
warum passiert das mir?

(Verfasser: Unbekannt)

Vaha Schuru-esch-Schams

Busaya Ksar Ghilane

Liebe will nicht,
Liebe kämpft nicht,
Liebe wird nicht,
Liebe ist.
Liebe sucht nicht,
Liebe fragt nicht,
Liebe ist, so wie du bist.

Nena

 

Adanos Ksar Ghilane

So still,
das jeder von uns wusste,
das hier ist, für immer,
für immer und ein Leben
und es war so still,
das jeder von uns ahnte,
hierfür gibts kein Wort,
das jemals das Gefühl beschreiben kann.

So still, das alle Uhren schwiegen,
ja, die Zeit kam zum erliegen,
so still und so verloren gingst du fort,
so still und so verloren gingst du fort.

So laut, die Stunden nach dem Aufschlag 
als es galt,
das alles, zu erfassen und 
verstehen und es war,
so laut, das alles was wir dachten nichts als 
Leere zu uns brachte
so laut und so verloren war es hier,
als Stille bei uns wohnte anstatt Dir.

So still, obwohl ich dich mit 
jedem Tag vermiss
und wo immer du auch gerade bist,
du zeigst mir, das Stille jetzt 
dein Freund geworden ist.

Ich hab so viel gehört und doch 
kommts niemals bei mir an,
das ist der Grund warum ich 
Nachts nicht schlafen kann,
wenn ich auch tausend Lieder 
vom Vermissen schreib,
heisst das noch nicht das ich versteh,
warum dieses Gefühl für immer bleibt.

(Jupiter Jones)

 

Oya Schuru-esch-Schams

Und Du lachst und Du strahlst
Setzt den Schalk ins Genick
Schenkst mir Freundentränen
Und nimmst keine zurück
und Du tust mir nichts
Und das tust Du gut
Du bist das Geschenk aller
Geschenke
Seit ich Dich kenne
Trag ich Glück im Blick

Grönemeyer "Glück"

Zalif Schuru-esch-Schams

Zalif – ein Sloughi, der Maßstäbe setzte, zumindest im Hause Gasparini. Da Zalif der erste Sloughi und auch Windhund war, prägte er unser Bild vom Sloughi, sowohl optisch als auch charakteristisch sehr stark. Hellsand mit wunderbar geschminkten Augen, die immer in die Ferne zu blicken schienen. Dies gepaart mit einem Adel, Stolz, einer Selbstsicher- und Erhabenheit, wie wir es kaum bei einem anderen Hund erlebt haben. Er war einfach ein Traum! Lange haben wir gebraucht bis wir ihn für uns gewinnen konnten, als er aber dann in seinem neuen Zuhause angekommen war, war er uns bis zum Schluss, soweit es seine Selbstständigkeit zuließ, treu ergeben. Auf Ausstellungen polarisierte er sehr stark. Es gab nur Top oder Flop. Seine Championate (DWZRV-, VDH-, Internationaler und DWZRV-Veteranen-Champion) vollendete er in kürzester Zeit. Auch auf Rennen und Coursings hatte er seinen Spaß, er gehörte zwar nicht zu den Schnellsten, aber er absolvierte Jahr für Jahr zuverlässig seine Trainings, zumal er der Einzige von all seinen Geschwistern war, der es überhaupt getan hat. Auf der EM 2008 in Versoix nahm er mit fast 9 Jahren als ältester Hund teil. Darüber hinaus war er der perfekte Trainingspartner für die nachfolgenden Jungspunte.
Sein Rudel führte er bis fast zum Schluss mit absoluter Souveränität. Jeder Welpe wurde aufgenommen und instinktsicher erzogen, niemals ist er über das Ziel hinausgeschossen. Gegen Ende hat er die Führung freiwillig an C’Ameero abgegeben, der ihm in dieser Sache ein würdevoller Vertreter ist.
Zalif war für mich der instinktsicherste Hund, den ich bis dato kennenlernen durfte. Nie hat er sich getäuscht. Es gab Menschen, die mochte er, es gab welche, die hasste er und die meisten waren ihm egal. Wie sich oft im Nachhinein herausstellte, hatte er immer recht!
Im Jahr 2004 wurde er Vater des B-Wurfes und 2007 Großvater des D-Wurfes.
Sein Tod kam plötzlich und völlig unverhofft. Wir vermissen ihn so sehr und deswegen danke ich Gott, dass wenigstens ein Teil von ihm in seinen Kindern und Kindeskindern weiterlebt. Natürlich wird ihn keiner jemals ersetzen können, aber dennoch weilt er somit unter uns. Dies ist wenigstens ein kleiner Trost.

Aslan Ksar Ghilane

Wir vermissen ihn so sehr! 

Paserella vom Pellerschloss

Und dann lebte hier noch ein Winzling - mein Zwergi namens Passerella. Sie war eine Windspielhündin mit einer traurigen Geschichte. Passerella (kurz oft Passi genannt, aber auch Rehlein, Stinkemops und Cinderellla) kam im August 2003 zu mir von Windhunde in Not. Bis zu dieser Zeit war Passi ein richtiger Wanderpokal - die durchlaufenen Stellen waren zahlreich. Passerella vom Pellerschloss ist am 26.10.1997 geboren und hat im Zwinger Pellerschloss zwei Würfe gehabt (1999 den S-Wurf mit 3 Söhnen und 2001 den U-Wurf mit 2 Söhnen). Sie ist DWZRV-Champion, VDH - und Österreichische Bundesjugendsiegerin - und dann war kein Platz mehr für sie.
Hier in Albig lebte Passi fast 7 Jahre. Sie war längst nicht mehr so ängstlich und verschüchtert wie damals und auch die Sauberkeit war wesentlich besser geworden. Die ersten Wochen, ja sogar Monate hatte sie ihre Pfützchen auf Sessel, Sofas und Bett gesetzt - wochenlang war hier alles mit Plastikspannbettlaken gesichert. Dann hatte sie es besser im Griff, auf Möbel wurde schon lange kein Pfützchen mehr abgesetzt - allerdings landete ab und an noch eines auf Teppich oder Fliesen. Aber auch das war zum Glück dann seltener.
Passi war unglaublich verfressen - kein Hund von mir war jemals so gierig. Und am glücklichsten war sie, wenn ich vor Computer oder Fernseher saß - mit Passerella unterm Pulli oder Shirt. Ich schleppte sie teilweise damit rum wie ein Känguru sein Junges im Beutel - nun ja, was tut man nicht alles für die lieben Kleinen!!
Ansonsten war Passi ein supersüßes Kerlchen - leicht aufdringlich und nervend ab und an - ein italienisches Windspiel-Nervsäckchen eben! Besonders groß und mutig fand sie sich, wenn beim Gassigehen Oya und Vaha, ihre persönlichen Sloughi-Bodyguards dabei waren. Blendend verstand sie sich mit meiner Whippethündin, die zwei waren unzertrennlich. Passerella ist am 19.Juli 2009 ganz plötzlich durch eine schwere Krankheit gestorben. Ich vermisse sie unendlich, war aber sehr froh, dass ich sieben Jahre lang aufgrund ihrer Größe einen “Dauerwelpen”  im Haus hatte.

Bazin Ksar Ghilane

Baskaran & Bazin am Strand in Frankreich

Bazin heißt übersetzt "Falke" und leider ist er viel, viel zu früh von uns weggeflogen. Wir haben ihn, knapp ein Jahr alt, durch einen tragischen Unfall verloren. Bazin war unser Wüstenprinz und ein unglaublich schöner Sloughi, ausgestattet mit einem Traumgangwerk, der hellen Farbe und einer wunderbaren Seele. Es war der schlimmste Verlust eines Hundes, den wir erleiden mussten und es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht an ihn denken. Auch nach Jahren haben wir seinen Verlust nicht verwunden und es kommen uns oft noch Tränen in die Augen, wie jetzt beim Schreiben dieses Textes! Ein schwacher Trost, aber Bazin wird so lange es Ksar Ghilane gibt, einen ganz hohen und besonderen Stellenwert haben.

Baby
Oya, Baby & Vaha beim Toben

Baby, ein Irish Setter-Mädchen,  war mein erster eigener Hund, bis heute der einzige "Nichtwindhund" in Albig und dadurch etwas Besonderes. Als semmelgelber Welpe ins Haus gekommen (die rote Farbe prägt sich bei den Iren erst im Laufe der Jugend aus) war Baby ein supersüßes, pummeliges und tabsiges kleines Ding! Da wir uns damals nicht auf einen Namen einigen konnten, wurde sie in den ersten Tagen immer als "das Baby" bezeichnet und der Name blieb dann einfach. Was waren das für tolle Spaziergehzeiten mit dem Setter! Man ist einfach ohne Leine losgelaufen und Baby kam mit. Und das all die Jahre, egal ob Hase oder Reh den Weg kreuzten. Ein kurzer Ruf und Baby kam zurück! Ich könnte heute noch neidisch werden! Und auch mein Hoftor konnte ich früher mal offen lassen, sie wäre niemals weggelaufen.
Mein Baby war ein ungeheuer lebhafter Hund - und das auch im Haus. Sloughis sind (aber nur daheim!) die reinsten Schlaftabletten dagegen, denn der Setter war "immer am Mann". Wie ein Schatten wurde man tagein, tagaus verfolgt. Baby war aber auch mein treuster und zuverlässigster Hund. Für meine Sloughis bin ich Personal, für meinen Setter war ich die große Liebe! Und zu allen Hunden, die dann nach und nach bei mir einzogen, war sie extrem freundlich und hat bei ihnen Ersatzmutti gespielt. In all den Jahren - und sie wurde knapp 17 Jahre alt - hat sie nie und nirgendwo auch nur ein Knurren von sich gegeben!!
Der Verlust von Baby hat sehr geschmerzt, aber ich konnte mich trotzdem einigermaßen trösten, denn sie hatte ein langes, freies und sehr glückliches Leben!

Sharif
Im Gegensatz zu seinem Bruder Sharoun war Sharif die Unbekümmertheit in Person! Dazu seine relativ kleine Statur und viel Stop im Gesichtchen hat er seinen naiven Babycharakter niemals ganz verloren. Durch sein extrem sonniges und unkompliziertes Gemüt war er sehr unauffällig und ging im Rudel fast ein wenig unter. Da er aber von den Streicheleinheiten her gesehen auf keinen Fall zu kurz kam, lebte er hier sehr vergnügt vor sich hin und hatte ein rundum unbeschwertes, glückliches Leben.
Unzertrennlich mit seinem Bruder Sharoun hatte ich mit "Runi und Rifi" eine wunderbare Zeit!

Sharoun

Sharoun war einer der beiden Sloughirüden, die ich aus Tunesien mitgebracht hatte (unter der Rubrik "Ksar Ghilane" nachzulesen). Er war ein sehr introvertierter Sloughi, hatte fast autistische Züge und daher den Spitznamen "Rain Man". Sharoun hatte Zeit seines Lebens ungeheure Schwierigkeiten auf glattem Boden zu laufen. Der geflieste Küchen- und Wohnraumbereich war daher mit Bahnen von Flickenteppichen ausgelegt, auf denen er dann entlang laufen konnte und auch niemals verließ. Er hat immer sehr lange gebraucht, bis er sich an Neuerungen gewöhnt hat. Dann waren die Abläufe allerdings so fest in ihm verankert, daß er auch mit kleinen Änderungen schwer zu Recht kam. Ein Beispiel: Normalerweise steht das Auto zum Fortfahren mit der Rückseite vor dem Hoftor bereit. Ein einziges Mal stand es andersherum und schwupps saß Sharoun statt im Kofferraum auf der Kühlerhaube. Mit dem Autofahren tat er sich lebenslang schwer. Während der Fahrt hat er niemals gesessen oder gar gelegen. Das wurde stehend durchgezogen, egal wie lange es gedauert hat.
Sharoun war so extrem verträglich mit allen anderen Hunden, dass es teilweise schon an Desinteresse gegrenzt hat. Einzig sein Bruder entlockte ihm kleine Gefühlsreaktionen und war ihm auch Stütze und Rückhalt.
Bis auf diese kleinen Besonderheiten war mein "Tunesier" sehr leicht im Handling und ein wenig "Mamas Liebling".

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